06 2004
"Es geht nicht um eine neue Typologie für Barrios (Anm.: venezuelanische Favelas), sondern darum wie für ein leerstehendes Betonskelett ein neues Programm gefunden wurde. Die Fassade reflektiert dabei den Einfallsreichtum und die Improvisationskraft der Invadoren."
TITEL





THE VERTICAL BARRIO
A REAL FICTION STORY

1. PREIS BEIM GRÖSSTEN ÖSTERREICHISCHEN ARCHITEKTURSTUDENTENWETTBEWERB 2004
VENEZUELA
Im Dezember 1999 verursachten tagelange schwere Regenfälle riesige Erdrutsche in der Region Vargas (Venezuela).
Viele der Betroffenen mussten fliehen und fanden in leer stehenden Betonskeletten welche dem Desaster Stand hielten Schutz.
Mit Materialen und Fassadenelementen die von der Bauwirtschaft zur Verfügung gestellt wurden, richteten sich die ehemaligen Bewohner der "Barrios" (venezuelanische Favelas) ihre neue provisorische Unterkunft ein.
Durch die fehlende Unterstützung der Regierung gewöhnten sie sich an das Fehlen von elementaren Infrastrukturen und lernten damit umzugehen: als Baumaterial für ihr Rancho dient Gefundenes und Strom und Wasser wird vom öffentlichen Netz abgezapft. Eigentlich sind sie die inoffiziellen Weltmeister im Improvisieren.

Als Resultat dieser Begebenheiten wurde die Fassade des Betonskeletts zu einem lebhaften Wechselspiel zwischen improvisierten Elementen und den konstruktiv entwickelten Lösungen.
Mit dieser Umnutzung erfuhren verlassene Betonstrukturen ihren zweiten Frühling.
Als einzigartiges Ereignis löst es als solches eine breite Architekturdiskussion um eine Nachnutzung der vielen unvollendeten Bauten aus.


"The mudslides and raging rivers swept away shantytowns perched on steep slopes of the lush Avila mountain and left tall apartment blocks with swimming pools marooned in a sea of rock-hard debris.

With perhaps 30,000 dead, according to the Civil Defense, 23,000 homes destroyed and some 140,000 people homeless, the Venezuelan mudslides appeared to rank as one of the continent's deadliest natural disasters this century.

Most of the state's 350,000 inhabitants have been evacuated in a massive rescue operation led by 13,000 troops, 5,000 volunteers, about 40 helicopters and 16 warships."

Source: Reuters
Date: 22 Dec 1999
Image source: "El Nacional"

REFERENZBILDER

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HERKÖMMLICHES BARRIO
Hohe Dichte,
Ausbreitung in die Horizontale Richtung


VERTIKALES BARRIO
Steigerung der Dichte in die Vertikale
Die klimatischen Gegebenheiten in vielen tropischen Ländern ermöglichen durch den Verzicht auf Wärmedämmung eine sehr dünne Wandkonstruktion.
Mit nur einer Schicht im Fassadenaufbau wird das Aguapanel® somit zum Oberfläche der Außen- sowie der Innenfassade. Die Wand lässt sich je nach Tageszeit oder Bedürfnis komplett öffnen oder schließen.
Die Konstruktion besteht aus gekanteten Stahlblechelementen welche das Paneel fassen. Seitliche Klammern ermöglichen den einfachen Einbau und Austausch der einzelnen Platten.
Der Öffnungsmechanismus ist über einen Flachstahl vertikal miteinander verbunden, horizontal lassen sich die Elemente jedoch unabhängig voneinander steuern.
Je nach Art der Nutzung des Raumes können die Öffnungen individuell angepasst werden und tragen zu einem abwechslungsreichen Fassadenbild bei.
INITIATOR DES WETTBEWERBS
TU-WIEN

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JURY
ANNE LAKATON, HAFID RAKEM, MANFRED BERTHOLD, DANIEL LOPEZ-PEREZ, LOX LOIDOLT

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